Einzug, Auszug, Umzug

Erstellt von Sven Taraba | |   Unternehmen

Wir hatten den Hof schon als Sommerhaus erobert, mussten aber "ausziehen" und umziehen. Die grundhafte Sanierung fordert ihren Preis!

 

 

Schon seit 2016 hatten wir uns häuslich auf dem Bauernhof eingerichtet, und zwar vorne im ehemaligen Gutshaus. Es war fast unser "Sommersitz"! Aus jeweils drei Zimmern hatten wir dort in beiden Etagen einen großen, ca. 50 qm großen Raum geschaffen. Unzählige Male hatten wir hier Kaffee gekocht für Familie, Helfer und Freunde. Und im Obergeschoss des Gutshauses war es schon richtig gemütlich - mit Bildern an provisorisch geweißten Wänden usw..

Aus finanziellen Gründen kamen wir dann nur langsam voran: Mehr als 50. - 100.000 Euro pro Jahr konnten wir nicht in den Hof stecken, weil die Firma so viel auch nicht abwarf und dazu noch Kredite bedient werden müssen. Hinzu kam 2018 der Schock bei den Baupreisen: Die bewährte Baufirma schien keine Lust mehr zu haben, für kleine Arbeiten auf den Hof zu kommen. Reparaturen an Holz und Dachrinnen wurden abgelehnt, stattdessen größere Sanierungspakete geschnürt und atemberaubende Preise genannt....

"Was tun, wenn es brennt? Ruhe bewahren!" Mit diesem Spruch und einem gewissen Innehalten kam dann die Lösung: Mit der Übernahme eines Ein-Mann-Baubetriebes haben wir für viele Gewerke jetzt Kapazitäten im eigenen Unternehmen und bauen mit zwei eigenen Arbeitern. Das war ein Durchbruch, und so nahmen die Bauarbeiten ab Sommer 2019 Fahrt auf. Im privaten Umfeld und bei der GLS-Bank konnten wir noch einmal Kredit bekommen und planen nun für 2020 mit 300.000 Euro Bauvolumen. Und zwar nur für den Innenausbau: Fassade, Dach und vielleicht Drainage / Abdichtung müssen warten.

Beim näheren Hingucken zeigten sich aber nun überall Schwachstellen in der Bausubstanz von 1880: Kaputte Balken, wacklige Wände, die nur vom Putz gehalten wurden, rissige Schilfrohrdecken... So kam eine schwere Frage: Sanieren wir nur "ein bißchen" oder grundhaft? Schweren Herzens entschieden wir uns für Letzteres. Das bedeutet: Mineralwolle auf die oberste Decke, Putz komplett ab, Fußböden öffnen, Balkenköpfe sanieren, Wände aussteifen oder ersetzen, abgehängte Gipskartondecken, Türlaibungen erneuern oder nachbauen. Es war ein Spaghat zwischen ökologischem Anspruch und Finanzen / Bauzeit.

Den schönen Aufenthaltsraum mussten wir natürlich räumen. Das war ein schwerer Auszug! Provisorisch haben wir uns jetzt in der Scheune eingerichtet. Es ist eine ziemlich geräumige "Gartenlaube", die wir dort haben, ca. 80 qm, mit Strom, aber ohne Wasser / Abwasser. Wir essen dort neben der großen Halle, in welcher unsere Waren lagern.

Unser Ziel bleibt es, 2020/21 auf den Hof zu ziehen und etwas später die Firma auch dorthin umzusiedeln. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

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Treffen mit Kindern und Enkelkindern, Sommer 2019
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Abschied vom Sommerhaus, Ende 2019
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Nach dem Abschlagen des Wandputzes, Anfang 2020
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Das werden eine Abstellkammer und ein Bad...
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Umzug in das neue "Sommerhaus" in der großen Scheune, März 2020
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Blick ins benachbarte Warenlager
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